Icvh fand: Am 1. Mai 1706 wurde Jacob Allers Holländer auf Depenau19). Er kam in große Schulden und wurde von v. Brockorff ins Gefängnis geworfen. Frau Allers reichte eine Klageschrift an den König ein , in der sie ausf'ührte : Weilinachten 1706 sah Allers ein, daß er den Kontrakt nicht halten könne. Er kündigte und wollte zum Maitag 1707 wegziehen. Brockdorff machte große Versprechungen, die Häuer (1000 Rtlr.) zu erlassen und die gestorbenen Kühe zu ersetzen, so daß Allers im Kontrakte blieb. Brockdorff hielt jedoch seine Versprechungen nicht, wodurch Allers immer tiefer in Schulden geriet. Brockdorff ließ ihm Wagen, Möbel und Vieh wegnehmen und zu Spottpreisen verkaufen. Er ließ Allers ins Gefängnis werfen, darin er bei Kälte Hunger und Durst leiden mußte, bis die Seele sich den Lippen näherte. Da wurde er auf einem Bettlaken ihr wieder ins Haus gebracht. Die Nachbarn halfen ihr nach Kräften. Als ihr Mann wieder etwas zu Kräften gekommen war, zimmerte er sich eine Karre, suchte ein p! aar Käse und etwas Brot zusammen und lieh sich ein Paar Pferde, um zu entfliehen. Als Brockdorff das merkte, belegte er die Sachen mit Beschlag und ließ Allers wieder ins schnödeste Gefängnis werfen, durch sieben Türen und am Halse schließen und drohte, "ihn an den lichten Galgen als eine besondere Zierart hängen zu lassen und die Frau mit Ruten aus dem Lande zu peitschen". Ihr Mann wurde mehr als hündisch nur alle Abend mit einem Stücklein Brot und wenig Dünnbier gelabt. Der König befahl unterm 25. August 1710, Allers sofort freizugeben. 19) Gutsarchiv Depenau, Akte 57 , entnommen:Otto Kock, Bilder aus dem Amt Wankendorf, Wankendorf1972 Ein frohes neues Jahr wünscht Klaus Riecken www.Riecken-online.de