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    1. [S-H-RTS] Immigranten aus Deutschland nach Nordamerika - Ausstellung
    2. Klaus Riecken
    3. Liebe Familienforscher und Heimatforscher, in der Mecklenburger Mailingliste fand ich folgenden Hinweis. Da er auch Interessenten in und um Schleswig-Holstein interessieren könnte, leite ich ihn hier mit weiter: Mir freundlichen Grüßen Klaus Riecken www.Riecken-online.de ----- Original Message ----- From: "Dieter Beutel" <nc-beuteldi2@netcologne.de> To: "Mailingliste Mecklenburg" <mecklenburg-l@genealogy.net> Sent: Thursday, March 11, 2004 5:46 PM Subject: [M-L] Deutsche in Amerika > Liebe Listenmitglieder, > > Deutsche in Amerika > > > Ausstellung > > > 1683 erreichten die ersten Immigranten aus Deutschland die nordamerikanische > Küste. 13 Familien aus Krefeld gründeten in Pennsylvania eine Siedlung - > natürlich mit dem Namen "Germantown". Zwischen 1749 und 1754 folgten 37.000 > weitere Deutsche. > > Zwischen 1820 und 1860 erreichten ungefähr vier Millionen Auswanderer aus > Europa die "neue Welt". Aus Deutschland wanderten 500.000 Menschen ein, > besonders nach der gescheiterten Revolution von 1848/49. Im 19. Jahrhundert > waren es dann geschätzte 5,5 Millionen. > > Deutsche Truppen im Bürgerkrieg > > Während der 1848er-Revolution hatte Ludwig Blenker mit seinen Truppen > Ludwigshafen erobert und Worms besetzt. Einer der Anführer der badischen > Revolution, Gustav von Struve, war Hauptmann und Kompaniechef im 8. > Regiment. Sein Freund und badischer Mitstreiter Friedrich Hecker befehligte > später das deutsche 82. Regiment der Freiwilligen von Illinois. > > Franz Sigel, der in Deutschland für einige Zeit Oberbefehlshaber der > Revolutionstruppen gewesen war, avancierte in der Unionsarmee zum > Generalmajor und Kommandeur des I. Korps der Armee von Virginia. Ein > populäres zeitgenössisches Lied mit dem Titel "I'm going to fight mit Sigel" > das in der Bibliothek des US-Kongresses ausgestellt ist, enthielt die Zeilen > "Dem Deutshen mens mit Sigel's band, A fighting have no rival". Carl Schurz, > welcher seinem Mentor - den Revolutionsführer Gottfried Kinkel - 1850 zur > Flucht aus dem Spandauer Zuchthaus verholfen hatte, erreicht in der > Unionsarmee ebenfalls den Rang eines Generalmajors. Nach dem Krieg war > Schurz zum Senator für Missouri gewählt und später amerikanischer > Innenminister. > > Schätzungen gehen davon aus, dass insgesamt rund 200.000 Deutsche auf Seiten > der siegreichen Unionstruppen kämpften. In einem Schreiben an US-Präsident > Abraham Lincoln vom 26. Januar 1862 erwähnte Gustav Körner 100.000 Deutsche, > die "derzeit in der Unionsarmee" kämpften. Der gebürtige Frankfurter (a.M.) > war einer der ersten erfolgreichen deutsch-amerikanischen Politiker. Körner > wurde Richter am Landesgerichtshof von Illinois und später Vizegouverneur > dieses Bundesstaates. > > Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg war es kein geringerer als der > Kommandierende General der Konförderierten Truppen (Südstaaten), General > Robert E. Lee, der erklärt haben soll, dass die "Yankees" (Nordstaaten) ohne > die Unterstützung durch die Deutschen besiegt worden wären. So wurde etwa > Ludwig Blenker zum "Retter Washingtons" als seine "Deutsche Brigade" nach > dem Gefecht von Bull Run am 21 Juli 1861 die konföderierten Truppen davon > abhielt, die fliehende Unionsarmee zu verfolgen. > > Ein anderer deutscher, August Röbling, entwarf 1865 die berühmte Brooklyn > Bridge in New Nork, und Margarethe Meyer Schurz eröffnete 1856 den ersten > Kindergarten in den USA. > > In einem kleinen Landkreis im Süden des Bundesstaates New York steht eine > Gedenktafel mit der Inschrift " Unentbehrlich für die Verwirklichung der > Amerikanischen Unabhängigkeit". Die Tafel befindet sich in Steuben County, > und unentbehrlich war Baron Friedrich Wilhelm von Steuben. Der gebürtige > Magdeburger und Sohn eines Pionier-Leutnants hatte sich als preußischer > Offizier im Siebenjährigen Krieg 1756-1763 verdient gemacht. Nach seiner > Entlassung und langer Suche nach einer neuen Tätigkeit fand sich Steuben im > Februar 1778 vor dem Kontinentalkongress der USA in New York wieder, der > seine Dienste als Freiwilliger akzeptierte. Kurz darauf meldete er sich bei > General Georg Washington zum Dienst. Er schaffte es bis zum Generalmajor und > erhielt den Posten des Generalinspekteurs, sein Ausbildungshandbuch wurde > zum Standartwerk der amerikanischen Armee. > > Heute erinnert eine Wanderausstellung an die jahrhundertelange gemeinsame > Geschichte beider Nationen. Unter dem Titel "Wege zur Freundschaft - > Evolution of a Friedship 1507-1995" ist vom 5. bis 16. Juni in Ulm und > anschließend vom 22. Juni bis 3. Juli in Magdeburg zu sehen. > > Aktuelle Infos unter: www.mgfa.de http://www.mgfa.de/html/ausstellungen.php?do=display&ident=39fef7169cd5c > Viele Grüße > > Dieter Beutel

    03/11/2004 11:23:24