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    1. Hattersheim
    2. M. & M. Geisler
    3. Hello! For those who have ancestors in Hattersheim am Main is this a little christmas present. The lost churchbook of this town was found. I read it today in the "Höchster Kreisblatt". Frohe Weihnachten Michael Geisler Dieser Fund ist eine kleine Sensation für St. Martinus und für die Stadt Ein Kirchenbuch aus dem Jahr 1666 Von Jöran Harders Hattersheim. «Für uns ist das ein ungeheuer wichtiger Fund. Die Sankt-Martinus-Gemeinde hat auf einen Schlag 20 Jahre Geschichte hinzugewonnen.» Ein ziemlich unscheinbares und nicht besonders dickes Buch mit grauem Einband ist der Grund dafür, dass Pfarrer Franz Lomberg ein ganz kleines bisschen ins Schwärmen gerät. Denn bei dem Band handelt es sich um ein Kirchenbuch aus dem Jahr 1666. In dem gut erhaltenen Manuskript sind Eheschließungen und Todesfälle in Hattersheim von 1667 bis 1692 verzeichnet, außerdem die Taufen der Jahre 1666 bis 1692 und 1695 bis 1698. Das Kirchenbuch schlummerte jahrzehntelang unerkannt im Freiburger Diözesanarchiv. Bis vor wenigen Monaten gingen Forscher davon aus, dass die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen über die Sankt-Martinus-Gemeinde aus dem Jahr 1686 stammen. Dass das Buch im Freiburger Archiv erst jetzt mit Hattersheim in Verbindung gebracht wurde, hat einen einfachen Grund: «Im 17. Jahrhundert wurde Hattersheim auch als Heyteresheim, Heyderesheim oder Heidersheim bezeichnet. Solch eine Vielzahl von Schreibungen ist bei Eigennamen in dieser Zeit nicht ungewöhnlich, man hat es eben so geschrieben, wie man es gerade ausgesprochen hat», erläutert Stadtarchivar Wilfried Schwarz. So wurde das «Heydersheimer» Kirchenbuch der Gemeinde Heidersheim bei Freiburg zugeordnet – solange, bis ein Archivar das Manuskript in die Hand genommen hat und feststellte, dass Namen und Daten gar nicht zu diesem Ort passen. «Und dann hat man mal geguckt, wo das eher hingehört», sagt Pfarrer Lomberg, der das Buch kurze Zeit später aus Freiburg zugeschickt bekam. Bereits das Deckblatt gab den Mitarbeitern des Diözesanarchivs einen entscheidenden Hinweis auf die Herkunft des Buchs. Dort findet sich in der linken oberen Ecke eine kurze lateinische Notiz, die von einem «zerstörerischen Feuer in Kriftel im Jahr 1671» berichtet (siehe auch Seite 18). Das wertvolle Buch ist inzwischen sicher im Archiv in Limburg verwahrt und auf Mikrofilm kopiert worden. «Dadurch, dass natürlich alle Eintragungen handschriftlich und zum überwiegenden Teil auf lateinisch gemacht wurden, ist das Kirchenbuch nicht leicht zu lesen. Ich gehe aber davon aus, dass wir viele Dinge daraus erfahren, die wir bisher noch nicht wussten», meint Franz Lomberg. Beispielsweise sind in dem Manuskript die Namen vier seiner Vorgänger verzeichnet, die zwischen 1667 und 1686 in der Gemeinde beschäftigt waren, unter anderem der des Pfarrers Wilhelm Theodor Trost, der von 1668 bis 1678 im Amt war. «Zu jener Zeit war die Hattersheimer Gemeinde eine Filialkirche von Kriftel», erläutert der Krifteler Archivar Wilfried Kremenz. Für beide Orte sei daher ein Pfarrer zuständig gewesen. Das erkläre auch, warum Pfarrer Trost den Brand in Kriftel auch im Hattersheimer Kirchenbuch vermerkt habe. Nicht nur für die Kirchengemeinde, sondern auch für die Stadt ist der Fund eine kleine Sensation. «Die im Kirchenbuch verzeichneten Familiennamen sind für die Stadtgeschichte immens wichtig», erklärt Wilfried Schwarz. Auch wenn ihm bei einer kurzen Begutachtung des Buches «die Namen erstmal unbekannt» waren, hofft der Archivar, dass das Buch Aufschluss darüber gibt, welche Berufe in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Hattersheim verbreitet waren. «Im Zusammenhang mit dem Posthof muss es hier viele Wagner oder Schmiede gegeben haben. Die früheste Statistik darüber stammt aber aus dem 18. Jahrhundert. Das Kirchenbuch könnte uns zeigen, wie die Stadt in den Jahrzehnten davor gesellschaftlich strukturiert war und ob es in dieser Zeit so etwas wie eine kontinuierliche Bevölkerungsentwicklung gegeben hat», so Schwarz. Auf einen Zufall wie den Freiburger Fund wagt sein Krifteler Kollege Wilfried Kremenz nicht zu hoffen: «Unserer Gemeinde fehlt ein Kirchenbuch für die Zeit von 1724 bis 1780. Das ist vermutlich für immer verschollen.»

    12/24/2004 03:14:30
    1. Re: [HESSE] Hattersheim
    2. Lee Cool
    3. ----- Original Message ----- From: "M. & M. Geisler" <m-m-geisler@t-online.de> To: <HESSE-L@rootsweb.com> Sent: Friday, December 24, 2004 1:14 AM Subject: [HESSE] Hattersheim > Hello! > > For those who have ancestors in Hattersheim am Main is this a little > christmas present. The lost churchbook of this town was found. I read it > today in the "Höchster Kreisblatt". > > Frohe Weihnachten > > Michael Geisler > English translation This find is a small sensation for pc. Martinus and for the city a church book from the year 1666 of Joeran Harders Hattersheim. "for us that is a tremendously important find. The sink Martinus municipality gained at one blow 20 years history." A rather inconspicuous and not particularly thick book with grey cover is the reason for the fact that minister Franz Lomberg a completely small little turns out in swarms. Because with the volume it concerns a church book out of the year 1666. In the well received manuscript marriage ceremonies and deaths in Hattersheim from 1667 to 1692 are registered, in addition the baptism of the years 1666 to 1692 and 1695 to 1698. The church book schlummerte unidentified for many decades in the Freiburger Dioezesanarchiv. Until few months ago researchers assumed the oldest written recordings originate over the sink Martinus municipality from the year 1686. The fact that the book was brought only now in the Freiburger archives with Hattersheim in connection has a simple reason: "in 17. Century was called Hattersheim also Heyteresheim, Heyderesheim or Heidersheim. Such a multiplicity of postings is not unusual with names in this time, one has it wrote evenly in such a way, like one it straight expressed ", describes city archivist Wilfried black. Thus the "Heydersheimer" church book was assigned to the municipality Heidersheim with Freiburg - until an archivist took and tightened the manuscript into the hand that names and data do not fit this place at all. "and then one looked times, where that says rather belonged", minister Lomberg, which got the book short time later from Freiburg dispatched. Already the first page gave a crucial reference to the origin of the book to the coworkers of the Dioezesanarchivs. There short latin is a note in the left upper corner, which of a "destructive fire in Kriftel in the year 1671" reported (see also page 18). The valuable book was kept surely in the meantime in archives in Limburg and copied on microfilm. "by it that naturally all entries were made on Latin handwritten and the predominant part, is not easy the church book to read. I assume however we experience many things from it, which we did not know, mean so far yet "Franz Lomberg. For example the names four its predecessor are registered, which were busy between 1667 and 1686 in the municipality, among other things that of the minister William Theodor comfort in the manuscript, which was from 1668 to 1678 in the office. "at that time the Hattersheimer municipality was a branch church of Kriftel", describes the Krifteler archivist Wilfried Kremenz. For both places therefore a minister was responsible. That explains also, why minister comfort noted the fire in Kriftel also in the Hattersheimer church book. Not only for the church municipality, but also for the city the find is a small sensation. "the surnames registered in the church book are immensely important for the urban history", explain Wilfried black. Even if with a short investigation of the book "the names were first times unknown to it", the archivist that the book gives information on it, hopes which occupations in the second half 17. Century were common in Hattersheim. "in connection with the post office yard it must have given many wagner or schmiede here. The earliest statistics over it originates however from that 18. Century. The church book could show us, like the city in the decades before it it was socially structured and whether it gave such a thing in this time like a continuous population trend ", so black. For a coincidence like the Freiburger find does not dare to hope his Krifteler colleague Wilfried Kremenz: to "a church book is missing our municipality for the time of 1724 to 1780. That is probably always verschollen." ----- Original Message ----- From: "M. & M. Geisler" <m-m-geisler@t-online.de> To: <HESSE-L@rootsweb.com> Sent: Friday, December 24, 2004 1:14 AM Subject: [HESSE] Hattersheim > Hello! > > For those who have ancestors in Hattersheim am Main is this a little > christmas present. The lost churchbook of this town was found. I read it > today in the "Höchster Kreisblatt". > > Frohe Weihnachten > > Michael Geisler > > > > Dieser Fund ist eine kleine Sensation für St. Martinus und für die Stadt > Ein Kirchenbuch aus dem Jahr 1666 > Von Jöran Harders > Hattersheim. «Für uns ist das ein ungeheuer wichtiger Fund. Die > Sankt-Martinus-Gemeinde hat auf einen Schlag 20 Jahre Geschichte > hinzugewonnen.» Ein ziemlich unscheinbares und nicht besonders dickes Buch > mit grauem Einband ist der Grund dafür, dass Pfarrer Franz Lomberg ein ganz > kleines bisschen ins Schwärmen gerät. Denn bei dem Band handelt es sich um > ein Kirchenbuch aus dem Jahr 1666. In dem gut erhaltenen Manuskript sind > Eheschließungen und Todesfälle in Hattersheim von 1667 bis 1692 verzeichnet, > außerdem die Taufen der Jahre 1666 bis 1692 und 1695 bis 1698. Das > Kirchenbuch schlummerte jahrzehntelang unerkannt im Freiburger > Diözesanarchiv. Bis vor wenigen Monaten gingen Forscher davon aus, dass die > ältesten schriftlichen Aufzeichnungen über die Sankt-Martinus-Gemeinde aus > dem Jahr 1686 stammen. > Dass das Buch im Freiburger Archiv erst jetzt mit Hattersheim in Verbindung > gebracht wurde, hat einen einfachen Grund: «Im 17. Jahrhundert wurde > Hattersheim auch als Heyteresheim, Heyderesheim oder Heidersheim bezeichnet. > Solch eine Vielzahl von Schreibungen ist bei Eigennamen in dieser Zeit nicht > ungewöhnlich, man hat es eben so geschrieben, wie man es gerade > ausgesprochen hat», erläutert Stadtarchivar Wilfried Schwarz. So wurde das > «Heydersheimer» Kirchenbuch der Gemeinde Heidersheim bei Freiburg > zugeordnet – solange, bis ein Archivar das Manuskript in die Hand genommen > hat und feststellte, dass Namen und Daten gar nicht zu diesem Ort passen. > «Und dann hat man mal geguckt, wo das eher hingehört», sagt Pfarrer Lomberg, > der das Buch kurze Zeit später aus Freiburg zugeschickt bekam. > Bereits das Deckblatt gab den Mitarbeitern des Diözesanarchivs einen > entscheidenden Hinweis auf die Herkunft des Buchs. Dort findet sich in der > linken oberen Ecke eine kurze lateinische Notiz, die von einem > «zerstörerischen Feuer in Kriftel im Jahr 1671» berichtet (siehe auch Seite > 18). Das wertvolle Buch ist inzwischen sicher im Archiv in Limburg verwahrt > und auf Mikrofilm kopiert worden. «Dadurch, dass natürlich alle Eintragungen > handschriftlich und zum überwiegenden Teil auf lateinisch gemacht wurden, > ist das Kirchenbuch nicht leicht zu lesen. Ich gehe aber davon aus, dass wir > viele Dinge daraus erfahren, die wir bisher noch nicht wussten», meint Franz > Lomberg. Beispielsweise sind in dem Manuskript die Namen vier seiner > Vorgänger verzeichnet, die zwischen 1667 und 1686 in der Gemeinde > beschäftigt waren, unter anderem der des Pfarrers Wilhelm Theodor Trost, der > von 1668 bis 1678 im Amt war. «Zu jener Zeit war die Hattersheimer Gemeinde > eine Filialkirche von Kriftel», erläutert der Krifteler Archivar Wilfried > Kremenz. Für beide Orte sei daher ein Pfarrer zuständig gewesen. Das erkläre > auch, warum Pfarrer Trost den Brand in Kriftel auch im Hattersheimer > Kirchenbuch vermerkt habe. > Nicht nur für die Kirchengemeinde, sondern auch für die Stadt ist der Fund > eine kleine Sensation. «Die im Kirchenbuch verzeichneten Familiennamen sind > für die Stadtgeschichte immens wichtig», erklärt Wilfried Schwarz. Auch wenn > ihm bei einer kurzen Begutachtung des Buches «die Namen erstmal unbekannt» > waren, hofft der Archivar, dass das Buch Aufschluss darüber gibt, welche > Berufe in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Hattersheim verbreitet > waren. > «Im Zusammenhang mit dem Posthof muss es hier viele Wagner oder Schmiede > gegeben haben. Die früheste Statistik darüber stammt aber aus dem 18. > Jahrhundert. Das Kirchenbuch könnte uns zeigen, wie die Stadt in den > Jahrzehnten davor gesellschaftlich strukturiert war und ob es in dieser Zeit > so etwas wie eine kontinuierliche Bevölkerungsentwicklung gegeben hat», so > Schwarz. > Auf einen Zufall wie den Freiburger Fund wagt sein Krifteler Kollege > Wilfried Kremenz nicht zu hoffen: «Unserer Gemeinde fehlt ein Kirchenbuch > für die Zeit von 1724 bis 1780. Das ist vermutlich für immer verschollen.» > > > > ==== HESSE Mailing List ==== > Postal Codes, How to Pay for Research, German Language > Letters, Archive Addresses, German Telephone directory, > http://members.cox.net/hessen/table.htm > >

    12/24/2004 02:58:10