Hi everyone, I've been out of the loop for a few months so perhaps you've all seen these already. I found them to be very interesting. Photos of German Russian villages and people circa 1942: http://andreaskeller.net/default.htm A newspaper article: It`s out of a newspaper called "Ost-Express" from the time 16.-29.05.2001: Verwehte Spuren Franz Illenseer sammelt Erinnerungen über sein Heimatdorf Ich heißeFranz Illenseer und bin 1933 im ukrainischen Dorf Marjewka, Gebiet Dnepropetrowsk,geboren. I941 wurde ich mit meinen deutschen Eltern und drei Geschwistern ins Gebiet Semipalatinsk, Kasachsan, deportiert. Am Leben geblieben sind zuletzt nur mein Bruder und ich. Mir ist es gelungen die Hochschulbildung zu erwerben. Danach arbeitete ich im Schulbereich. 1996 bin ich mit Familie nach Deutschland ausgewandert. Noch in Russland kam mir der Gedanke meinen Stammbaum zuerstellen, jedoch konnte ich nur bis zu den Großeltern vordringen. Meine Eltern waren nicht mehr am Leben und keiner konnte mir helfen. In Deutschland setzte ich diese Arbeit mit ebenso geringem Erfolg fort, bis mir das Büchlein (Selbstverlag) meines Landsmannes Iwan Klass "Eine Chronik der deutschenAuswanderungen in dieUkraine" in die Hände fiel. Der Autor ist nach dem Krieg in Deutschland geblieben und hat hier das Buch verfasst. Daraus geht hervor, dass unsereVorfahren bis zur Auswanderung in Bayern, Raum Hemau und Volberg, lebten. 1766-67 machte sich einTreck von 42 Familien über den Nordhafen Lübeck in Richtung Russland auf denWeg. In der Nähe von St.Petersburg gründeten die Umsiedler das Dorf Jamburg. Aber die Mehrheit der Übersiedler konnte sich hier nicht einleben. Von der Kaiserin Katharina II. erhielten diese Menschen! die Erlaubnis in die südlichen Regionen fortzuziehen. 18 km von Jekaterinoslawl gründeten sie am steilen Dneprufer ein Dorf, das sie ebenfalls Jamburg nannten. Bald wurdenTochterkolonien gegründet: Wornoj, Jekaterinenhof, Rotjamburg und Neuland.Jamburg blieb als Mutterkolonie bestehen. Das Dorf Wornoj ist 1869 am linkenDneprufer in der Nähe des Flüsschens Woronaja entstanden. Später wurde der Ortin Marjewka umbenannt, während der Okkupation hieß er Mariental. Im Buch wird die Entwicklungsgeschichte desDorfes bis 1943 geschildert. Wertvoll ist, dass der Autor alle Dorfeinwohner inzwei Gruppen auflistet: Jene, die nach dem Osten deportiert wurden, und jene,die im Dorf geblieben sind. Die letzteren mussten 1943 mit der deutschen Armee nach dem Westen. Im Buch wird ihr langer Irrweg geschildert, bis sie endlich in der westlichen Zone unter die einheimischen Bürger untertauchten und so vor der Internierung verschont blieben. Das Schicksal der nach dem Osten Verschleppten wird zw! ar verschwiegen, aber ihre Sterbedaten bis zum Jahr1986 fehlen nicht.Das könnte bedeuten, dass der Autor zwar über Informationen, die seine Landsleute in der Sowjetunion betrafen, verfügte, aber aus verständlichen Gründen nichts darüber berichten wollte. Eine bedauerliche Wissenslücke tut sich auch bei den Angaben über die Pioniere der Umsiedlung auf. Mein sehnlicher Wunsch ist das Buch meines Landsmanneszu vervollständigen und herauszugeben. Wozu ist das notwendig? Einer der Großen sagte: "Man kann das Volk nicht achten, das seine Geschichte vergisst". Und wer von uns möchte schon nicht, dass man ihn achtet. Aber es ist nicht leicht die Geschichte wahrheitsgetreu darzustellen. Die Vergangenheit hat viele Lücken. Manches ist in Vergessenheit geraten, weil es aus politischen Erwägungen totgeschwiegen wurde. Schon für unsere Kinder ist die Geschichte ihrer Groß-und Urgroßeltern ein unbeschriebenes Blatt. Und unsere Nachkommen? Was werden sie über ihre Vorfahren wissen? Deshalb rufe ich alle ehemaligen Einwohner vonJamburg, Rotjamburg, Marjewka, Jekaterinenhof und Neuland auf mir zu helfen unsere Pflicht vor der Geschichte und vor unseren Nachkommen zu tun.Erinnerungen ihrer Eltern und Großeltern (Deutsch oder Russisch) sowie Bildmaterialien und andere Zeitzeugnisse, die in irgendwelcher Weise die Geschichte der genannten Dörfer dokumentieren, sind willkommen. MeineAnschrift: Franz Illenseer Salzertstr. 53 79540 Lörrach Tel.: 07621- 43174 3702 Still researching BLEICHER, KLASS, SCHUBERT, KALTEIS from Jamburg, Mariental, Marienfeld. Peter